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Giftigkeit des Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus)

Alle Infos über die Giftigkeit dieser Pflanze erhalten Sie unter www.vetpharm.uzh.ch (verlinkt)


Für Pflanzenliebhaber

Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus)


Systematik
Ordnung:     Rosenartige (Rosales)

Familie:     Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie:     Spiraeoideae
Tribus:     Steinobstgewächse (Amygdaleae)
Gattung:     Prunus
Art:     Lorbeerkirsche
Wissenschaftlicher Name: Prunus laurocerasus

Die Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie stammt ursprünglich aus Kleinasien. Seinen Trivialnamen erhielt diese Pflanzenart einerseits aufgrund seiner kirschartigen Steinfrüchte, andererseits wegen der lorbeerähnlichen Blätter. Seine Sorten werden als weitgehend frostharte Ziersträucher in Parks und Gärten verwendet.

Beschreibung

Die Lorbeerkirsche ist ein immergrüner Strauch. In strengen Wintern mit Temperaturen im Bereich von -20 °C erfrieren alle Blätter und ein großer Teil der Äste. In den meisten Fällen treibt die Pflanze wieder neu aus. Die 8 bis 15 cm langen Laubblätter ähneln in ihrer Form dem Echten Lorbeer (Laurus nobilis), worauf die inkorrekte Bezeichnung als „Kirschlorbeer“ zurückgeht. Die angenehm duftenden Blüten erscheinen zwischen April und Juni und stehen zu vielen in endständigen, traubigen Blütenständen zusammen. Die anfangs grünen kugeligen Früchte sind in der Reife schwarz.

Nutzung

Lorbeerkirsch-Sorten werden als weitgehend frostharte Ziersträucher in Parks und Gärten verwendet. Abgesehen von kleinwüchsigen Sorten ist das Gehölz aufgrund seiner Wuchsfreudigkeit ohne regelmäßigen Schnitt ungeeignet für kleine Gärten, da es in kurzer Zeit einen großen Standraum belegen und sich zudem durch Selbstaussaat bei günstigen Standortbedingungen schnell zu einer Art „Unkraut“ entwickeln kann. Dies ist besonders problematisch, wenn sich die Pflanze im Unterholz der Wälder ausbreitet und so die einheimische natürliche Vegetation verdrängt. Darum ist die Lorbeerkirsche in vielen Gegenden auf der Schwarzen Liste der Neophyten aufgeführt und sollte außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets nicht mehr angepflanzt werden. Lorbeerkirsch-Pflanzen gedeihen auch auf unwirtlichen Plätzen. Sie wird sowohl solitär oder als Heckenpflanze verwendet.


Neben der Nutzung als Zierpflanze hat die Lorbeerkirsche inzwischen auch eine wichtige Funktion in der Restaurierung und Präparation erlangt. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts dienen die Blätter mit einem möglichst hohen Anteil an Blausäure dem Aufweichen oder Geschmeidigmachen organischer Materialien – ohne dabei Wasserschäden zu verursachen. Beispielsweise kann man getrocknete Insekten wieder beweglich bekommen, wenn man sie einige Tage über den zerschnittenen Blättern in einem geschlossenen Gefäß aufbewahrt (Blätter täglich austauschen und direkten Kontakt vermeiden). Auch lange gefaltete Stoffe, wie man sie aus Gräbern kennt, lassen sich mit dieser Methode wieder geschmeidig machen. Wiederentdeckt wurde die Methode in den 1990er Jahren von Klaus Wechsler (Überseemuseum).

Giftigkeit

Frische, reife Früchte schmecken süß mit bitterem Nachgeschmack. In der Türkei wird die Lorbeerkirsche wegen der Früchte kultiviert. Diese werden dort als Trockenfrüchte verzehrt. Das Fruchtfleisch kann zu Marmelade oder Gelee verwertet werden. Die Samen enthalten - wie bei fast allen Früchten der Gattung Prunus - Prunasin, ein cyanogenes Glykosid. Im Magen entwickeln zer-/gekaute Samen die giftige Blausäure. Beim Kochen aber werden die Blausäureverbindungen zerstört. Blätter und Samen enthalten mehr Prunasin als das Fruchtfleisch.


Quelle: wikipedia.org








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