Schusterpalmen (Aspidistra)

Systematik
Unterabteilung:     Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse:     Bedecktsamer (Magnoliopsida)
    Monokotyledonen
Ordnung:     Spargelartige (Asparagales)
Familie:     Mäusedorngewächse (Ruscaceae)
Gattung:     Schusterpalmen
Wissenschaftlicher Name: Aspidistra


Die Schusterpalmen (Aspidistra) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Mäusedorngewächse (Ruscaceae). Die Gattung wurde früher auch in die Familien Convallariaceae und Liliaceae eingeordnet. Die Vertreter der Gattung sind ursprünglich in Ostasien (China, östlicher Himalaya und Japan) beheimatet.


Beschreibung

Es sind meist immergrüne mehrjährige krautige Pflanzen. Die Laubblätter werden bis zu einem Meter hoch und entspringen einem am Boden kriechenden Rhizom. Die Blüten sind klein, bräunlich-lila gefärbt und befinden sich nur knapp über dem Boden; als Bestäuber gelten Schnecken.

Kultur

Aus der Gattung Aspidistra wird vor allem eine Art häufiger als Dekorationspflanze verwendet: Aspidistra elatior ist eine robuste Zierpflanze für Parks und Gärten in frostfreien Gebieten; sie ist eine robuste Zimmerpflanze mit dunkelgrünen, lederigen, glänzenden Blättern, die bis zu einem Meter hoch werden können. Sie kommt auch mit niedrigen Temperaturen, Zugluft und wenig Licht gut zurecht und wurde deshalb früher oft zur Dekoration in Ladengeschäften aufgestellt (Schusterpalme oder Metzgerpalme). Auch als Schnittgrün wird sie für Floristen angeboten. Am besten gedeiht sie jedoch im Sommer auf dem Balkon oder der Terrasse, im Winter in einem kühlen Raum, mit Temperaturen zwischen 10 und 12 Grad, an einem halbschattigen Platz oder an einem Nordfenster. Umgetopft wird alle zwei bis drei Jahre, wenn der Topf gut durchwurzelt ist, im Frühjahr. Bei dieser Gelegenheit können die Pflanzen auch geteilt werden. Schusterpalmen sind trotz ihrer Robustheit nicht mehr leicht erhältlich, da sie als altmodisch gelten.

Aspidistra zeigt trotz hoher Ethylen-Konzentrationen (gasförmiges Phytohormon) keine Seneszenz, Nastie oder andere Reaktionen, wie sie zum Beispiel bei Bananen auftreten, die neben Äpfeln gelagert werden. Da die Beleuchtung der Zimmer eines Hauses früher vornehmlich mit Ethylen-Lampen erfolgte, war Aspidistra seit der viktorianischen Zeit die einzige Zimmerpflanze, die in einem beleuchteten Raum gedeihen konnte.

George Orwell hat die seinerzeit oft in Büros oder Häusern der Mittelklasse in England anzutreffende Pflanze satirisch behandelt in seinem Roman „Keep the Aspidistra Flying“ (1936, deutsch: „Die Wonnen der Aspidistra“, 1997 verfilmt). Englische Bezeichnungen sind: iron plant, barroom plant, cast-iron plant.

Quelle: wikipedia.org







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