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Die Chartreux - deutsch Kartäuser, ist eine französische Rassekatze mit blaugrauem Fell und bernsteinfarbenen Augen.

Herkunft

Es wird aufgrund ihrer Fellstruktur vermutet, dass die Chartreux ursprünglich aus den Bergen Syriens oder dem Felsengebirge zwischen der Türkei und dem Iran stammt. Demnach gelangte die Rasse durch Handelsbewegungen mit dem Vorderen Orient nach Frankreich und war bis ins 19. Jahrhundert sehr bedeutsam für die Pelzindustrie und zur Nahrungsgewinnung. Die moderne Zucht begann 1925 durch die Geschwister Léger auf der Insel Belle-Île, der größten der bretonischen Inseln, da hier eine ausreichende Population an wildlebenden grauen Katzen (den Vorläufern der heutigen Chartreux) bestand.

Obwohl es naheliegt, hat diese Rasse nichts mit den Kartäuser-Mönchen zu tun. Es wird vermutet, dass die Chartreux nach der in der Farbe ähnlichen, blaugrauen Wollsorte Pile des Chartreux benannt wurde, die aus Spanien importiert wurde.


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Geschichte

Da im Zweiten Weltkrieg die Anzahl der Chartreux sehr gering war und man Inzucht vermeiden wollte, wurde zeitweise die Britisch Kurzhaar (BKH) mit der französischen Chartreux gekreuzt, was heute nicht mehr erlaubt ist. Anfang der 1970er Jahre wurden die blauen Farbschläge beider Rassen vom internationalen Zuchtverband FIFe unter dem gemeinsamen Namen Chartreux zusammengefasst, in Deutschland und Österreich eingedeutscht zu Kartäuser. Zudem wurden Perserkatzen eingekreuzt, was die Merkmale der ursprünglichen Chartreux zunehmend verdrängte; nur die typische blaue Färbung des Fells und die Augenfarbe erinnerten im Wesentlichen an diese Rasse.

Parallel dazu wurden die wenigen ursprünglichen französischen Chartreux weiterhin gezüchtet, vor allem in Frankreich und den Benelux-Ländern, aber nicht mit anderen Rassen gekreuzt. So blieben die Merkmale der Chartreux bis heute erhalten. Durch die Bemühungen des Präsidenten des Club Du Chat Des Chartreux, Jean Simonnet, der in mehreren Veröffentlichungen die Unterschiedlichkeit der Rassen BKH und Chartreux dargestellt hatte, erkannte 1977 die FIFe die Chartreux als eigenständige Rasse mit eigenem Standard an. Heute darf sich nur noch die Chartreux Kartäuser nennen, was aber nicht verhindert, dass einige Züchter der Britisch Kurzhaar die blauen Vertreter der Rasse immer noch als Kartäuser bezeichnen.

Aussehen

Die Chartreux ist kräftig und muskulös, der Kater größer als die Kätzin. Schädel und Schnauze sind bei beiden gut ausgeprägt, ebenfalls der Brustkorb. Der Kopf ist trapezförmig. Beim Kater umrahmen die Backen das Gesicht wie eine Kapuze. Die mittelgroßen Ohren sind relativ eng und hoch gesetzt und stehen aufrecht, was dem Gesicht einen aufmerksamen Ausdruck verleiht. Die leicht schräg platzierten Augen haben eine intensiv gelbe Farbe. Das Fell ist einfarbig blaugrau, kurz, dicht und leicht wollig.

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Charakter

Die Chartreux gilt als intelligente Rasse, die in einer neuen Umgebung schnell heimisch wird und ihren Menschen überall hin folgt. In ihrer Heimat Frankreich bezeichnet man sie auch als Hunds-Katze, da sie häufig auf ihren Namen hört und das Apportieren lernen kann.

Die Stimme dieser Rasse ist eher fein und ruhig. Neben der reinen Wohnungshaltung eignet sie sich aufgrund ihrer Robustheit und ihres dichten Fells für die Haltung mit Freilauf. Das über jahrhundertelange Überleben in freier Wildbahn hat der Chartreux bis in die heutige Zeit die Ursprünglichkeit der Naturrasse erhalten.

Eigenschaften 

Rassestandard Chartreux am Beispiel der Fédération Internationale Féline (Category III – shorthair & somali)
KörperteilMerkmalBeschreibung
KopfFormtrapezförmig, unten breit und oben schmal, flache Stirn
Nasemittellang, breit und gerade, keine Stupsnase
Schnauzekantig, jedoch relativ klein
OhrenFormmittelgroß
Lagehoch am Schädel sitzend, aufmerksam aufgerichtet
AugenFormgroß und weit geöffnet, nicht zu rund, äußerer Augenrand leicht nach oben gewandt
Farbelebendig und klar, dunkelgelb bis tiefes Kupfer, rein und intensiv
KörperKörperbaukräftig und muskulös mit breiter Brust
BeineFormmittellang im Verhältnis zum Körper, starke Muskeln, großen Pfoten
Schwanz
In derselben Farbe wie der Körper, mittellang, zum Körper passend, er kann etwas dünner zulaufen, die Spitze muss jedoch abgerundet sein
FellStrukturglatt, dicht, wolliges Unterfell, üppiges Wachstum, nach oben stehend
Farbealle Blautöne sind zugelassen, helles blau-grau wird bevorzugt, entscheidend ist jedoch die Gleichmäßigkeit des Farbtons
Besonderheiten Katzen sind erheblich kleiner als Kater, mit schmalerer Brust und schmaleren Wangen
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Fehler

Als Fehler gelten unter anderem eine Stupsnase, runde Augen, eine trübe oder blasse Augenfarbe und eine fehlende Augenumrandung. Ebenfalls unerwünscht sind Ringzeichnungen am Schwanz, Geisterzeichnungen oder andere Fellzeichnungen an Schwanz oder Körper.

Ebenfalls nicht erlaubt sind eine runde oder orientalische Kopfform und grüne Augen. Als Fehler des Fells gelten weiße Haare, Sandtöne, bräunliche oder rötliche Fellfarben sowie ein zu stark ausgeprägter Farbunterschied zwischen Deckhaar und Unterfell.

Bewertung 

Punkteskala FIFé
Kopfallgemeine Form, Nase, Kiefer und Zähne, Stirn, Kinn, Platzierung und Form der Ohren25
AugenForm und Größe10
KörperForm, Größe, Knochenstruktur, Form der Beine und Pfoten25
SchwanzForm und Länge10
FellFarbe, Qualität und Textur, Länge25
Zustand
5
GesamtPunkte100
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Krankheitsdisposition

Aufgrund der Häufigkeit der Blutgruppe B besteht bei Verpaarung einer Katze mit Blutgruppe B mit einem Kater mit Blutgruppe A oder AB die Gefahr eine felinen neonatalen Isoerythrolyse bei den Welpen.


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