Kokospalme - Cocos nucifera

Cocos nucifera, die Cocospalme (bzw. Kokospalme), ist wohl DER Inbegriff der Palme schlechthin. Dies h├Ąngt damit zusammen, da├č diese Palmenart an fast allen tropischen K├╝sten dieser Erde w├Ąchst, da der Samen, die Cocosnu├č, schwimmf├Ąhig ist und ├╝ber das Meer verbreitet werden kann. Die Cocospalme ist ziemlich salzwasserresistent, und auch der Samen keimt in salziger Umgebung.

Die Heimat dieser Fiederpalme ist wegen der 
┬ástarken Verbreitung nicht mehr genau nachvollziehbar, d├╝rfte aber im Indischen Ozean liegen. Der schlanke, graue Stamm ist glatt und erreicht eine H├Âhe von bis zu 30 m.┬áDie Cocospalme ist bei entsprechenden Umgebungsbedingungen schnellw├╝chsig. Bei zu niedriger Temperatur oder zuwenig Licht w├Ąchst sie jedoch nur langsam oder geht gar ein. ┬áCocospalmen wachsen zwar in Strandn├Ąhe oft wild, aber sie werden oft auch in regelrechten W├Ąldern kommerziell angebaut und sind ein nicht zu untersch├Ątzender Wirtschaftsfaktor. Wirtschaftlich genutzt werden vor allem die N├╝sse.┬áDiese sind je nach Sorte in reifem Zustand entweder gr├╝n oder gelb. Entfernt man das volumin├Âse sogenannte Endocarp, erh├Ąlt man die N├╝sse (strenggenommen sind es Kerne, nicht N├╝sse), wie sie bei uns in den Handel kommen. Unter der sehr harten Schale befindet sich das wei├če Fruchtfleisch, das seinerseits eine w├Ą├črige Fl├╝ssigkeit beinhaltet, aus dem es im Laufe des Wachstums abgeschieden wurde. Das getrocknete Fruchtfleisch nennt man Kopra. Dieses kommt z.B. geraspelt als Kokosflocken in den Handel. Man kann daraus jedoch z.B. auch Aromen gewinnen oder Fette herstellen.┬áAus dem Endocarp d.h. den Cocosfasern werden Bodenhilfsstoffe und┬áSubstrate hergestellt.

Substrat

Das Substrat sollte durchlässig und leicht sauer sein. Älteren Exemplaren genügt auch reine Gartenerde, die idealerweise mit Sand versetzt ist.
 
Wasserbedarf

Der Wasserbedarf ist hoch bis sehr hoch. Der Ballen darf auch einmal klitschnaß werden (aber nicht andauernd), da das Zuviel an Wasser schnell genug verbraucht wird. Das  Wasser darf wie immer nicht zu kalkhaltig sein, da sonst die Pflanze auf Dauer eingeht. Mit dem Gießen sollte man solange warten, bis das Substrat auf der Oberfläche abgetrocknet ist.
 
Lichtbedarf

Die Cocospalme benötigt ganzjährig einen extrem hellen Standort, idealerweise in praller Sonne. Sämlinge (trotz ihrer Größe sind auch fast mannshohe Cocospalmen Sämlinge) müssen aber zuerst langsam an die Sonne gewöhnt werden, vor allem wenn sie einem nur mäßig hellen Treibhaus entstammen.
 
Temperatur

Die Cocospalme braucht ganzjährig Temperaturen von mindestens 20 °C bei gleichzeitig extrem viel Licht. Im Winter darf notfalls die Temperatur kurzzeitig bis auf 15 °C absinken; dann stellt die Cocos nucifera aber das Wachstum ganz ein. Falls die Lichtverhältnisse es zulassen, ist deshalb der Wohnraum oder das Büro (entweder direkt unter einer Batterie von Leuchtstoffröhren oder viel besser an der Fensterfront) der beste Standort. Auch die Cocospalme darf im Sommer ins Freie - aber nur, wenn es warm genug ist, und zwar auch nachts.
 
Sonstiges

Cocospalmen bilden -wie andere Palmen auch- zuerst Sämlingsblätter aus. Diese sehen bei Cocos nucifera V-förmig aus wie ein Vogelschwanz und erreichen locker Mannshöhe. Dies vor allem dann, wenn die Palme nicht sehr hell steht (d.h. leichte Vergeilung). Die Bildung adulter d.h. gefiederter Blätter erleben viele Cocospalmen vor allem deshalb nicht, weil sie ihr kurzes Leben in viel zu kleinen und vor allem zu niedrigen Töpfen fristen müssen. Nach allerspätestens 2 bis 3 Jahren seit Keimung ist der Nährstoffvorrat in der Nuß verbraucht. Leider kommen Cocospalmen fast immer mit abgeschnittenen Wurzeln in den Handel, weil sie nämlich die winzigen Töpfe sprengen würden. Schauen Sie sich ruhig einmal die Abzugslöcher der Töpfe an; dort sieht man oft die Reste der durchtrennten, dicken Wurzeln. Die Palme geht unweigerlich ein, wenn sie nicht bis dahin kräftige Wurzeln gebildet hat. Reichliche Düngergaben als Abhilfemaßnahmen verschlimmern infolge Substratversalzung das Problem nur.

Mit etwas Glück bildet eine neu gekaufte Cocospalme neue, kräftige Wurzeln aus, wenn man sie sofort nach Kauf in einen ausreichend großen Kübel pflanzt. Auf Düngung sollte in den ersten beiden Jahren verzichtet werden, weil die Nährstoffe sowieso der Nuß entnommen werden und danach das Substrat genügend Nährstoffe liefert. Achten Sie unbedingt auf Thripse und Spinnmilben! Beide Schädlinge machen sich besonders bei trockener Luft breit, sind selbst für das geübte Auge fast unsichtbar und können trotzdem innerhalb weniger Wochen eine Palme zum Absterben bringen. Wenn Wedel gelb werden oder gar vertrocknen, sollte man diese eingehend auf  Schädlinge untersuchen. Es sei aber nicht verschwiegen, daß in größeren Zeitabständen bei gutem Wachstum die jeweils untersten Wedel in größeren Zeitabständen absterben. Weniger als 5 gesunde Wedel besitzt eine Cocospalme aber unter normalen Umständen nie. Eine silbrig glänzende oder stumpfe Blattoberfläche ist immer ein Alarmzeichen.

Kaum bekannt ist, daß man Cocospalmen mit wenig Aufwand selbst aus im Handel erhältlichen Cocosnüssen selbst heranziehen kann (siehe  Anzucht von Palmen). Die Keimdauer von im Lebensmittelhandel erhältlichen Cocosnüssen beträgt bei ca. 25 °C ungefähr 4 bis 6 Monate.




Quelle: wikipedia.org


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