Die Sprache der Katze

Auch wenn nicht die Worte der Menschenverstanden werden, wird doch aus Betonung und Mimik genau erkannt, wasgesagt werden soll. Schreien Sie bitte Ihre Katze nicht an, sondernreagieren Sie "kätzig" mit Knurren, Fauchen etc. Katzen sind wahreKünstler, um ihren Gemütszustand zu zeigen. Grimassen, Ohrenstellungund Lautsprache wirken zusammen, aber auch mit den Augen sprechenStubentiger zu uns.


Gurren und Miauen

Katzen begrüssen sich nicht nur mit freundlichen Gurrlauten, sondern es ist auch der sogenannte "small talk" der Katzen untereinander. Dieses entspricht unserem Hallo, wie geht es Dir. Ein ängstlicher Artgenosse wird ermutigt, aus seinem Versteck sich herauszuwagen. Auch ein freundliches und aufforderes Mau, fordert Sie zu einem Gespräch auf. Manchmal verwechselt ihre Katze ihr Telefongespräch und meint sie sprechen mit ihr. Ein kräftiges und lautes Miauen weißt auf Unzufriedenheit hin. Vielleicht hat sie noch kein Futter, oder sie möchte endlich raus. Es ist aber auch ein Hinweis, dass sie Aufmerksamkeit haben will. Insgesamt ist festzuhalten, dass Sie ihren Liebling lange aufmerksam beobachten müssen, um zu verstehen, was dieser ausdrücken möchte.


Schnurren

kann Wohlbehagen und Geborgenheit ausdrücken. Katzen schnurren bei jeder Begegnung um zu zeigen, dass sie friedlich gesonnen sind. Katzenmütter schnurren beim Säugen der Welpen. Katzenjunge schnurren auch beim Saugen, um der Katzenmama zu sagen, es geht mir gut und es schmeckt. Einige meiner Lieblinge schnurren selbst beim Fressen. Wenn sie ältere Katzen oder uns auffordern zum Spielen, schnurren sie. Aber auch wenn ihr Liebling krank ist, schnurrt dieser. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass der Heilungsprozess durch die Vibrationen beim Schnurren beschleunigt wird.

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Fauchen

mit verzogenem Gesicht, oft mit seitwärts gerichteten Ohren, und gekrauster Nase verbunden, bedeutet Feindseligkeit. Aber sie drückt auch damit aus, dass sie ihre Ruhe haben will. Seien Sie oder Feinde gewarnt, wenn sich das Maul jetzt weit öffnet und die Ohren eng am Kopf anliegen, folgt unmittelbar der Angriff. Wenn wir darauf nicht reagieren steigern Katzen ihre Warnung durch Spucken. Katzen fauchen ihre Jungen an, wenn sie gefährlichen Unsinn treiben. Eine andere Form nennt man "Schreckfauchen oder Angstfauchen". Schreckfauchen ist mit gesträubtem Fell verbunden und ist eine Abwehrreaktion. Wenn die Katze sich bedrängt fühlt oder ihr aus Versehen Schmerzen zugefügt wird, steigert sich das Fauchen in Gekreische.

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Knurren

ist eine letzte Warnung, bevor der Angriff und die Prügel erfolgen, man unterscheidet zwischen dem ersten Drohen und dem Drohknurren, auch erkennbar an der Ohrenstellung. Katzen knurren und fauchen häufig aus Angst . Oder die Mutterkatze warnt ihre Welpen vor Gefahr z.B. vor Hunden. Katzen knurren auch, wenn ein ihnen fremder oder unsympathischer Mensch sich nähert. Nehmen Sie diese Warnung ernst, sonst setzt es mehr als ein paar Pfotenhiebe.

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Köpfchen geben

ist eine Begrüßungsgebärde der Katzen untereinander. Wenn sie nach Abwesentheit wieder nach Hause kommen, wird ihr Stubentiger sie durch Köpfchen geben, begrüssen. Dazu gehört der steil aufgerichtete Schwanz. Die Katze erwartet jetzt, dass sie sie streicheln. Oft reiben Katzen den Kopf noch zusätzlich an ihnen oder der Mitkatze und zeigt damit, dass Sie ihr Ein und Alles sind.

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Nasenbegrüßung

Nase reiben gehört auch zu den Begrüßungsritualien, wie unser Händeschütteln. Katzen, die sich untereinander kennen begrüssen sich indem sie die Nasen aneinander reiben. Wenn Sie so begrüßt werden und Ihr Tiger anschließend Ihnen das Hinterteil zuwendet, zeigt das Sie geliebt werden.

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Treteln

wird auch Milchtritt genannt. Die Katze trampelt mit den Vorderpfoten (Katzenbabies machen es, um den Milchfluss anzuregen) meist auf dem Bauch ihres Menschen herum. Dabei schnurrt sie und fährt die Krallen aus und ein. Es ist damit ein Zeichen äußerstem Wohlbehagens.

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Blinzeln

Vielleicht ist es Ihnen auch schon so ergangen. Sie sind mitten in der Arbeit und spüren, dass Sie beobachtet werden und wenn Sie die Richtung blicken, stellen Sie fest, dass Ihr Liebling Sie mit starrem Blick fixiert. Was er damit ausdrücken will, müssen Sie selbst herausfinden. Mit den Augen spricht unsere Katze. Wie in der gesamten Katzenwelt bedeutet ein Blinzeln, dasselbe, wie unser Lächeln. Wenn sie zurücklächeln, oder auch die Augen zukneifen, ist das der Beginn einer langen, intensiven Freundschaft. Meine Stubentiger blinzeln oft, wenn ich ihren Namen rufe und mich mit ihnen unterhalte. Ich beschäftige mich in meiner Freizeit viel mit Problemtiere, die viele böse Erfahrungen hinter sich haben und wenn dann das erste Augenzwinkeln erfolgt, weiß ich, dass dieser Stubentiger wieder Vertrauen zu uns Menschen aufbaut.

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Keckern

Rasches und helles Keckern, das wie ein Schnattern klingt, mit geöffnetem Maul ist ein Zeichen von äußerstem Jagdeifer, dabei ist der Katze bewusst, dass die Beute nicht erreichbar ist. Der Vogel ist zu hoch, oder sie sitzt vor der geschlossenen Fensterscheibe.

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Gähnen und Räkeln

Nach einem ausgiebigen Schlaf erwacht unsere Samtpfote mit einem herzhaften Gähnen und streckt und räkelt sich, um ihre Muskulatur zu entspannen und auf Vordermann zu bringen. Aber auch um zu zeigen, dass man freundlich gestimmt ist, gähnen sich Katzen an.

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Ohrenstellung

Ander Stellung der Ohren kann die Stimmung abgelesen werden. So bedeutenleicht nach vorne gerichtete Ohren Aufmerksamkeit, Spannung, Interesseund noch ein Zeichen von Wohlbefinden. Wenn die Ohren sich spitzaufrichten, zeigt die Katze Interesse. Ein erstes Spitzen der Ohrendeutet auf eine Beunruhigung hin. Nach hinten angelegte Ohren sind eineerste Warnung. Geduckte Körperhaltung mit angelegten Ohren undgesträubtem Fell zeugen von Angst und Fluchtbereitschaft,kann aber aucheine Angriffsdrohung sein. Da Katzen die Ohren unabhängig von einanderbewegen können, um ein Gräusch genau orten, können sie damit auch ihreAngst ausdrücken, wenn eins angelegt und das andere aufgerichtet ist.

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Schwanzwedeln

Mit dem Schwanz wedelt eine Katze vor Aufregung, aber auch, um Angriffsbereitschaft zu signalisieren.
Abermit dem steil aufgerichteten Schwanz begrüssen sich Katzen. Auchgegenüber uns Zweibeinern ist es eine freundschaftliche Geste. Kommtsie mi stolz erhobenen Schwanz auf uns zu, will sie uns etwasInteressantes zeigen, wenn dieser dann noch zittert, ist sie aufgeregt.Dagegen bedeutet ein ruckartiges Schwanzwedeln aufkommender Ärger,Unsicherheit, oder ist oft beim Lauern auf Beute zu beobachten.Peitscht der Schwanz wild hin und her, kann unmittelbar ein Angriffbevorstehen. Nur wenn die Samtpfote mit herunterhängendem und nach obendurchgebogenem Schwanz herumläuft, ist sie entspannt und beruhigt.Eingekniffender Schwanz deutet auf Angst hin, während der geradeausgerichtete mit gesträubtem Fell auf Angriffsbereitschaft hinweist.

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Pfote heben

istauch eine Warnung. Wenn Du mich nicht in Frieden läßt, schlage ichgleich zu. Ganz anders sieht es aus, wenn ihr Liebling sie mit derPfote berührt und so ihre Aufmerksamkeit haben will. Oder die Pfoteschüttelt, als ob er sagen will, was ist das wieder für ein ekeligesZeug.

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Körpersprache

Früher wurde das Sozialverhalten der Katzen unterschätzt.
AberKatzen drücken mit ihrer Körperhaltung nicht nur aus, ob sie sichwohlfühlen, sondern auch wie sie zu anderen Katzen stehen. Langes undausgiebiges Putzen zeigt, dass ihre Katze ausgeglichen ist. Auch wennihre Katze mit unter dem Körper geschlagenen Vorderpfoten, Müffhaltung,und halb geschlossenen Augen döst, fühlt sie sich wohl. Jetzt sind auchdie Ohren schlaff und entspannt. Nach dem Schlafen reckt und strecktsich die Katze und macht den Katzenbuckel, ein sichtbares Zeichen vonRuhe und Behaglichkeit. Aber ein Katzenbuckel, verbunden mit gekraustemFell, Mundwinkel nach hinten gezogen und steil nach aussen gerichtetenOhren, macht jede Katze grösser und der "Feind" nimmt Reißaus. Der dickgesträubte Schwanz und Fell, oft mit einem Miauen, dass wie Weinenklingt, bedeutet, dass ihre Katze Angst hat. Dagegen, wenn die Haarenur an Rückenmittellinie gesträubt sind droht sie und zeigtAngriffsbereitschaft. Der gestreckter Rumpf kann Selbstsicherheit seinoder auf Angriffsbereitschaft hinweisen. Auch an den Augen erkennt manden Zustand ihres Lieblinges. So deuten verengte Pupillen auf Spannung,erhöhtes Interesse oder auf eine aggressive Drohung hin. Dagegenbedeuten erweiterte Pupillen Überraschung, Angst oder eineAbwehrbereitschaft.

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Katergesang

Um zu zeigen, wer der Herr im Revier ist, "singen" Kater ihren Nebenbuhler an. Dieser Gesang wird von lautem Knurren unterbrochen. Es kann allerdings auch für seine Freundin bedeuten, schau, wie stark und schön ich bin.

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Flehmen

Oft sitzen Katzen mit erhobenen Kopf, leicht geöffnetem Maul, gerümpfter Nase da wobei sie wie hypnotisiert zu sein aussehen, gewegen die Oberlippe schnell hin und her und der Blick starr wird oder aber die Augen halb geschlossen sind. Sie nehmen so die hochintressanten Gerüche der Umgebung, angefangen von einem tollen Sexualpartner bzw. dessen Duftstoffe (Pheromone) bis hin zum Uringeruch einer revierfremden Katze, wahr.

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Katzenbuckel

Mit durch gestreckten Beinen und Körper wirkt unser Stubentiger größer und kann so schon durch sein Erscheinungsbild, Gegner in die Flucht schlagen. Um diese Körperhaltung noch zu verstärken, ist das Fell leicht gesträubt. Wenn aber die Vorderbeine nach vorne ausgerichtet sind, ist ihr Liebling unsicher und zur Flucht bereit. Aber auch um die streichelnde Hand in vollen Zügen zu genießen, machen einen Katzen einen Buckel. Dieses steigert sich meist soweit, dass ihr Liebling der Hand entgegen springt.

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Ballspiele
Spiel mit der Katze

Um im späteren Leben als Katze überleben zu können, trainieren schon Welpen das Jagen spielerisch. aber auch für ausgewachsene Katzen ist das tägliche Spiel nicht nur ein Zeitvertreib, sondern sie behalten und vervollständigen so ihren natürlichen Jagd- und Beutetrieb. Jede Katze braucht das Spielen mit dem Mensch oder mit einem Artgenossen. Nehmen Sie sich also jeden Tag die Zeit, um mit Ihrer Katze zu spielen.

Katzen lieben Bälle. Angefangen von Murmeln über Tischtennisbälle bis hin zu Flumies lässt sich die Aufzählung fortführen, einfach gesagt, Katzen lieben es den Ball hin- und herzurollen, besser als mancher Fußballspieler. Meine Katzen lieben insbesondere die Kugel der Computermaus, die ich auf sie zuschiebe und sie kullern diese zurück oder jagen hinter der Kugel hinterher.

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Beutespiele

sind, wenn sie einen Bindfaden vor der Katze ruckartig hin- und herbewegen oder am Bindfaden einen Gegenstand befestigen und von der Katze fangen lassen. Aber auch Federn oder kleine Zweige eignen sich um in ihrer Katze das Jagdfieber zu wecken. Sie begeistern ihren Liebling, wenn sie was Spielzeug unter einer Decke oder Karton hin- und herbewegen.

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Jagdspiele

Mit dem Lichtkegel der Taschenlampe animieren sie ihre Katze, der "Beute" nachzujagen. Auch ein einfacher um gestülpter Pappkarton, in dem sich ihr Liebling verstecken kann, um bei Bedarf einer Mitkatze entgegenzustürzen, oder die Jagd aufzunehmen, genügt, ihren Liebling zu begeistern.

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Versteckspiele

Von Natur aus lieben Katzen es sich zu verstecken. So genügt ein einfacher Karton, in den einige Löcher geschnitten worden sind, um rein und herauskrabbeln zu können. Auch eine geöffnete Schublade eignet sich für Spiele. Wenn sie dann noch einen Bindfaden oder einem anderes Spielzeug vor einer Öffnung hin- und herbewegen, ist ihre Katze voll auf begeistert.

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Beobachtungen

Beobachten Sie einmal wie ihre Katze der Beute auflauert. Tief am Boden gekauert mit heftig hin und her vor Aufregung peitschenden Schwanz, vibriert das gesamte Hinterteil, als ob eine Gummifeder aufgezogen wird - erst dann erfolgt der gewaltige finale Sprung.
    
Wenn meine Katze Pünktchen kacken muss, stellt sie sich nur mit den Hinterläufen in das große Katzenklo, stützt sich mit einer Vorderpfote am Klorand ab, die andere Pfote am Bauch angelegt, so dass sie aufrecht breitbeinig stehend ihr Geschäft verrichten kann.
    
Beim Spielen mit einer Angel springt ihr Stubentiger mit den Vorderpfoten auf das Objekt der Begierde zu und reißt in Erwartung der Beute gleichzeitig Maul weit auf.
    
Unsere geliebte Samtpfote geobachtet nicht nur genau uns, sondern erkennt sogar an dem Blickwinkel unserer Augen welchen Artikel wir in der Tageszeitung lesen und damit wir uns nicht unnötig über die Schrecklichkeiten der Welt aufregen müssen, legt sie sich genau aus diesen Artikel, oder sie schleicht sich vorsichtig heran und zerfetzt mit ihren Krallen die Lektüre.
    
Wie bin ich eigentlich nur auf diesen Drachen gekommen? Im Tierheim hat er doch so herzergreifend gemaunzt und nur liebevoll geschnurrt. Doch inzwischen ist er hier zu Hause und jeder muss spuren. Angefangen von dem nur ihm gehörendem Schlafplatz über das bevorzugte Futter und wehe man hat nicht erkannt, dass heute Geflügel nicht angesagt ist, dann wird nur kurz geschnuppert, mit der Pfote gescharrt, als ob es, wie die Ausscheidungen vergraben werden muss und dann wird sich beleidigt maunzend abgewendet. Ach ja, das darf man auch nicht falsch machen Trink- und Futternapf sind zentimetergenau zu Platzieren. - Vom Klo ganz zu schweigen. Wo ist nur der Liebe kleine verschmuste Kater geblieben.

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